Project Afterfall wirft dich in eine slawische Einöde
Du erwachst in einer zerstörten Kolonie und in einer Welt, die scheint, das Werk zu vollenden. Project Afterfall schickt dich nach Thea, eine retro-futuristische Einöde durchzogen von slawischer Folklore, in der Überleben nicht nur aus dem Zusammenklauben von Teilen und Nahrung besteht, sondern auch aus dem Handeln mit alten Göttern oder dem Hacken verfluchter Maschinen. Es ist ein düsteres, rundenbasiertes Strategie-Survival-RPG, das Kolonieverwaltung, gruppenbasierte Erkundung und kartengetriebene taktische Kämpfe verwebt.
Die Stimmung ist düster, aber reich an Details. Thea birgt mystische Ruinen, unheimliche Monster und politische Zähne, die man einem sturen Stadtrat ziehen muss. Deine Entscheidungen zählen in einer verzweigten Erzählung, die roguelite-affin ist: Jeder Run verändert dich, deine Gruppe und die Kolonie, die du wiederaufbauen willst.
Anpassen, Rekrutieren und Wiederaufbauen
Project Afterfall lässt dich deinen Protagonisten von Grund auf formen. Wähle Geschlecht, Klasse, Rasse und stattet Fähigkeiten so aus, wie du überleben willst. Als Anführer rekrutierst du außerdem NPC-Verbündete, jeder mit eigenen Persönlichkeiten und Fertigkeiten. Diese Gefährten prägen sowohl Gameplay als auch Story und verändern, wie Begegnungen und Politik ablaufen.
Der Wiederaufbau deiner Kolonie ist mehr als ein Hub-Bildschirm. Du musst knappe Ressourcen sammeln, Einrichtungen ausbauen und die Rekrutierung managen, während du dich durch Rats-Politik navigierst. Wachstum bringt Vorteile und Komplikationen. Gibst du Nahrung an neue Siedler oder behältst du Vorräte für eine gefährliche Expedition? Solche Entscheidungen hallen durch deine Gemeinschaft und die größere Erzählung.
Kartenbasierte taktische Kämpfe und Begegnungen
Kämpfe in Project Afterfall sind kartengetrieben, aber es geht nicht nur um das Schwingen von Schwertern oder das Wirken von Zaubern. Das Deck-System steuert sowohl Kampf- als auch Nicht-Kampf-Begegnungen, was bedeutet, dass clevere Spielzüge Kämpfe vermeiden, Gefallen gewinnen oder Verhandlungen zu deinen Gunsten kippen können. Deck-Bau steht im Zentrum der Strategie. Die Karten, die du wählst, aufwertest und kombinierst, bestimmen, ob ein Feuergefecht zu einem beherrschbaren Scharmützel wird oder in einer Katastrophe endet.
Gegner reichen von Plündererbanden bis hin zu unheimlichen, von Folklore inspirierten Schrecken. Gleichzeitig bietet das Spiel moralisch graue Optionen: Schließe einen Pakt mit Baba Yaga, akzeptiere einen dämonischen Vertrag oder jage eine abtrünnige Cyber-Ratte und versuche, sie umzuprogrammieren. Taktischer Einsatz deiner Karten, Positionierung der Gruppe und das richtige Timing von Ressourcen sind essentiell, um die einzigartigen Herausforderungen zu überstehen, die Thea dir stellt.
Roguelite-Fortschritt, Handwerk und Koop-Chaos
Project Afterfall verpackt seine Systeme in roguelite-Fortschritt und verzweigte Handlungsstränge. Jeder Run bietet neue Entdeckungen und verschiebt narrative Schwerpunkte. Charakterfortschritt ist persistent genug, um investierte Zeit zu belohnen, doch Runs bleiben riskant und folgenreich. Crafting und Anpassung sind Teil des Kreislaufs: Stelle Ausrüstung her, fertige Items und bereite sogar slawische Gerichte zu, um deine Gruppe zwischen den Einsätzen zu stärken.
Wenn du geteiltes Elend bevorzugst, gibt es einen Koop-Modus, der zwei Spieler die Einöde gemeinsam bestreiten lässt. Das Design scheint sich auf emergente Momente und Improvisation zu konzentrieren, egal ob du mit Dämonen verhandelst, kaputte Technik reparierst oder deine wiederaufgebaute Siedlung gegen Räuber verteidigst.
Project Afterfall will ein vielschichtiges Erlebnis bieten, in dem Folklore, retro-futuristische Optik und Karten-Taktik jede Entscheidung schwerwiegend erscheinen lassen. Für Spieler, die Überlebenssims mit erzählerischem Biss und taktischer Tiefe mögen, ist das hier einen Blick wert.














